Pressemitteilung: Eine würzige Reise – vom „Unkraut“ bis zum Gewürzquark

Schönbrunn – In Kooperation mit Institutionen im Landkreis Hildburghausen und Experten aus der Region und darüber hinaus startete die neue Reihe Gut essen & trinken des Kreisseniorenbüros und der Präventionskoordinatorin, die einmal im Monat an unterschiedlichen Orten zu einer Ver-anstaltung einlädt. Das Angebot wird gefördert über das Thüringer Landesprogramm Solidarisches Zusammenleben der Generationen.
Getreu dem Motto des Gewürzmuseums Schönbrunn hieß es im März aufgrund der hohen Nach-frage gleich an zwei Terminen: „Gewürze erleben mit allen Sinnen“. In den erst kürzlich neugestal-teten Räumlichkeiten der ehemaligen Fabrikantenvilla der Familie Schmidt entführte die Museums-leiterin Sarah Hofmann die beiden Gruppen in die Welt der Kräuter und Gewürze.

„Un“kräuter im Garten sinnvoll nutzen anstatt zu entsorgen
Zu den wild wachsenden Kräutern brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen ein und erweiterten ihr Wissen: „Brennnesseln zeigen an, dass der Boden an ihrem Standort sehr nährstoffreich ist; Brennnesseljauche dient zum Düngen von Tomate, Salat, Paprika & Co. und hilft gegen Blattläuse; durch die Zugabe von Asche wird der unangenehme Geruch abgemildert.“ – „Spitzwegerich mindert den Juckreiz bei Mückenstichen, Breitwegerich beugt Blasen am Fuß vor.“

Alles begann 1890
In diesem Jahr kam Marie Schmidt mit ihren sechs Söhnen aus Neustadt am Rennsteig nach Schön-brunn, übernahm eine alte Öl- und Mehlmühle und machte die allererste Gewürzmühle, (das „Gewürzwerk Rudolf Schmidt Wwe. Unterneubrunn“) daraus. Mit Hilfe des „Gründerlas“, der ers-ten Schmalspurbahn, die ebenfalls im Jahr 1890 erbaut worden war, wurden Küchenkräuter und Gewürze deutschlandweit und in einige weitere europäische Länder exportiert. Später erweiterte die Familie ihr Stammwerk, es kamen Zweigwerke in Berlin, Köln und Wien hinzu.
Ein den damals üblichen nachgebauter Konsumladen im Museum zeigt eine Theke mit Waren und Büchern mit handschriftlichen Notizen zu Gewürzmischungen wie Lebkuchengewürz, Fotos und deren Verpackungsgeschichte.
Nach der Enteignung des hiesigen Werks im Jahre 1948 wurde der Betrieb bis 1990 zur Konsum-Gewürzmühle. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands übernahm Dieter Fuchs den Betrieb. Heute bekannt als „Fuchs-Gewürze“, ist der Betrieb inzwischen zum größten Produzenten von Gewürzen in Europa gewachsen und beschäftigt in Schönbrunn rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Entdecken mit allen Sinnen
Verschiedene Gewürz-Düfte ließen sich erschnuppern, ihre unterschiedlichen Pflanzenteile ertas-ten. Begleitende Informationen seitens der Museumsleiterin gaben Einblicke in die Herkunft so-wohl bekannter als auch weniger verbreiteter Gewürze, beispielsweise dem roten oder dem Ku-beben-Pfeffer, sowie in deren Verwendung und Wirkung. Mit Ingwerpulver, Zimt, Curcuma und Pfeffer stellten die Besuchergruppen einen Gewürzquark her und verkosteten diesen. Neben die-sem Quark nahmen die Teilnehmer auch vielerlei Anregungen zum weiteren Verwenden bzw. Ver-arbeiten von Wildkräutern und Gewürzen mit: Die meisten möchten „mehr in die Gewürzwelt ein-tauchen und mutig ausprobieren“, wie zum Beispiel Kardamom im Kaffee.

Weiter geht die Reihe Gut essen & trinken Ende April mit dem Thema Mit Genuss gesund bleiben – wie Ihre Ernährung Typ-2-Diabetes vorbeugen kann in Themar: am Donnerstag, 23. April, 14 Uhr, im Club „Drei Rosen“ der Volkssolidarität in der Bahnhofstraße 42. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten bis möglichst 20. April bei Kathrin Linnig, telefonisch unter (0 36 85) 40 56 12, oder per E-Mail an kathrin.linnig@twsd.de

Kontakt für Rückfragen
Kathrin Linnig

Projektleitung
Trägerwerk Soziale Dienste in Thüringen gGmbH
Präventionskoordinatorin für den Landkreis Hildburghausen
Asternweg 19
98646 Hildburghausen
Tel: 0 36 85 40 56 12
Mobil: 0151 74 512 349
Mail: kathrin.linnig@twsd.de
Website: trägerwerk-thüringen.de

 

 

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